Weinkellerei Cembran
  


Die wichtigsten österreichischen Weinsorten

Auf dem Großteil der Ertragsflächen sind Weißweinsorten ausgepflanzt;
nicht einmal ein Viertel entfällt auf Rotwein.
Die Hauptsorte in Österreich ist unangefochten der Grüne Veltliner (eine österreichische Spezialität), der auf fast 37 Prozent des Weinbauareals wächst.

 

Reifezeitpunkt der Sorten:
   früh: August bis September
   mittel: September bis Mitte Oktober
   spät: Mitte Oktober bis Anfang November

In Österreich sind ca. 40 Keltertrauben für den Anbau zugelassen.

 

 

 

Die wichtigsten Österreichischen Weine gereiht nach dem Anteil an der Gesamtweinbaufläche


Weißweinsorten: 

 

Grüner Veltliner: (36,7%)
Synonyme: Weißgipfler

Herkunft/Verbreitung:

Herkunft unbekannt, Spuren weisen jedoch in die Römerzeit zurück. Nachweisbar im 18. Jh als Grüner Muskateller in Niederösterreich. Hauptsorte in Österreich mit Zentren im Weinviertel, Kamptal, Kremstal, Donauland, Wachau.

Charakteristik:
Spätreif; fruchtbare Sorte, die auf mageren und fruchtbaren Böden gedeiht, am besten aber auf Löß- und Verwitterungsböden. Empfindlich in der Blüte. Verhältnismäßig spätreifend, benötigt langen, schönen Herbst.

Wein:
Das Qualitätsspektrum des Grünen Veltliner ist weitreichend:
Es beginnt beim leichten, spritzigen Wein, der am besten jung - als Heuriger - getrunken wird und geht bis zur substanz- und alkoholreichen Spätlese, die auch durchaus lagerfähig ist. Der Grüne Veltliner ist in der Regel betont fruchtig, pfeffrig und würzig.

 

Welschriesling (9%)
Synonyme: Keine

Herkunft/Verbreitung:

Unterschiedliche Herkunftsdeutungen: Italien und Frankreich.
In Österreich zweitwichtigste Sorte nach dem Grünen Veltliner. Vorwiegend im Burgenland und in Niederösterreich, aber auch in der Steiermark.

Charakteristik:
Spätreif; benötigt tiefgründige, warme, nährstoffreiche Böden.
Hohe Ansprüche an die Lage (windgeschützte Südhänge). Trockenempfindlich. Regelmäßiger Ertrag.

Wein:
Der Welschriesling liefert in erster Linie frisch-fruchtige, in ihrer Jugend zu genießende Weine; er kann aber auch ausgezeichnete Prädikatsweine hervorbringen, deren Blume und Rasse lange anhält.
Er wird außerdem oft als Sektgrundwein verwendet.

 

Müller-Thurgau (7,8%)
Synonyme: Riesling x Sylvaner (innerstaatlich bis 1999 gestattet), Rivaner

Herkunft/Verbreitung:

1882 vom Schweizer Dr. Hermann Müller gezüchtet; ist eine Kreuzung von Riesling x Gutedel. 1913 nach Deutschland, in den 50er Jahren in der ganzen Welt verbreitet. Einst die zweitwichtigste Rebe in Österreich, ist der Stern des Müller-Thurgau heute im Sinken. sehr viele Weingärten, in denen Müller-Thurgau gepflanz ist, werden heute gerodet und mit anderen Sorten neu bepflanzt. Vorwiegend in Niederösterreich und im Burgenland.

Charakteristik:
frühreif; Nicht sehr anspruchsvoll, bevorzugt jedoch kühlere Anbaugebiete, nährstoffreiche, tiefgründige Lehm- und Lößböden mit guter Wasserversorgung. Empfindlich gegen Winterfröste, krankheitsanfällig.

Wein:
Zumeist ist der Müller-Thurgau ein säurearmer, runder Wein von leicht muskatigem Bukett und mildem Geschmackseindruck. Abgesehen von Prädikatsweinen aus dieser Sorte sollte der Müller-Thurgau vorzugsweise als Jungwein getrunken werden.

 

Weißer Burgunder (3,3%)
Synonyme: Weißburgunder, Pinot blanc, Klevner

Herkunft/Verbreitung:

Burgund gilt als Heimat, im 14. Jh. urkundlich nachweisbar.
Hauptsächlich im Burgenland (rund um den Neusiedlersee) und in Niederösterreich, teils auch in der Steiermark und Wien.

Charakteristik:
mittelreif; Hohe Ansprüche an Boden (tiefgründig, nährstoffreich, ausreichend feucht) und Lage. Empfindlich gegen Spätfröste.
Ertrag gut bis sehr gut und regelmäßig.

Wein:
Wenn seine Trauben die Vollreife erlangen, wächst der Weißburgunder in Österreich zu einem substanzreichen Weißwein mit feinem, mandelartigem Geschmack und pikanter Säure heran. Die international als Pinot blanc bekannte Rebsorte entwickelt sich zumeist auch sehr gut in der Flasche. Aufgrund ihrer dezenten Art eignet sie sich auch für Cuvées mit anderen Sorten und für die Lagerung in neuen, kleinen Eichenholzfässern (Barrique).

 

Riesling (2,6%)
Synonyme: Weißer Riesling, Rheinriesling

Herkunft/Verbreitung:

1435 in Rüsselsheim (D) Anbau nachgewiesen. Die Wachau reklamiert aufgrund einer urkundlichen Erwähnung eines Weingartens namens Ritzling den Sortenurprung für die eigene Region. In Österreich überwiegend in der Wachau (wo sie hervorragende Weine hervorbringt), Kamptal, Donauland.

Charakteristik:
Spätreif; höchste Ansprüche an Lage und Boden. Die duftigsten und rassigsten Weine entstehen auf Schiefer- und Urgesteinsverwitterungsböden. Spätreifend (Ernte Ende Oktober/November).

Wein:
Sein charmantes Bukett besitzt zumeist zarte Anklänge an Pfirsiche, Aprikosen und Zitrusfrüchte. Am Gaumen wirkt der Riesling wegen seiner pikaten Säure sehr rassig und anhaltend; er entwickelt sich kontinuierlich und ist daher sehr gut lagerfähig; dies gilt im besonderen für die raren Spät- und Auslesen (oder die Wachauer Smaragdweine). Im Alter entwicket der Riesling den sogenannten Petrolton, welches ein eindeutiges Erkennungsmerkmal darstellt.

 

Neuburger (2,4%)
Synonyme: Keine

Herkunft/Verbreitung:

Ist eine natürliche Kreuzung von Roter Veltliner x Sylvaner. Besonders im Burgenland und in Niederösterreich zu finden, kaum in Wien. Nur für NÖ, Bgld. und Wien klassifiziert, was bedeutet, daß er auch nur dort angebaut werden darf.

Charakteristik:
Mittelreif; geringe Ansprüche an Standort und Lage. Gedeiht noch sehr gut auf schweren und kalkreichen Böden, bevorzugt jedoch Urgesteinsböden. Neigt zum Verrieseln.

Wein:
Der Neuburger erbringt vornehm-zurückhaltende, manchmal im Duft etwas neutrale Weißweine von kraftvoller, aber milder Art; charakteristisch ist sein feiner, nußartiger Geschmack. Interessante Neuburger gibt es beispielsweise im Burgenland, in der Thermenregion, aber auch in der oberen Wachau zu entdecken.

 

Frühroter Veltliner (1,3%)
Synonyme: Malvasier (In Italien wird jedoch die Bezeichnung Malvasier für eine andere Rebensorte verwendet.

Herkunft/Verbreitung:

Natürliche Kreuzung von Roter Veltliner x Sylvaner; Nur für NÖ., Bgld.und Wien klassifiziert, was bedeutet, daß er auch nur dort angebaut werden darf.

Charakteristik:
Frühreif; geringe Ansprüche an den Standort; karge Böden, auch kalkhältige. Empfindlich gegen Winter- und Spätfröste. Empfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Frühreif.

Wein:
Goldgelb. Kein spezifisches Bukett. Kräftig, mild bis säurearm; würzig. Erreicht leicht hohen Extrakt- und Alkoholgehalt.

 

Muskat-Ottonel (1,1%)
Synonyme: Keine

Herkunft/Verbreitung:

Wahrscheinlich aus Frankreich, dürfte eine Spielart des Muskatellers sein. Zentrum des Anbaues ist das nördliche Burgenland.

Charakteristik:
mittelreif, Hohe Ansprüche: Fruchtbare, kräftige Böden mit guter Wasserversorgung, windgeschützten sonnigen Standort. Ertragsunsicher. Frühreifend.

Wein:
Grünlich-gelbe Farbe, intensives, feines und würziges Muskatbukett, mild, meist niedrig in Alkohol und Extrakt.

 

Chardonnay (0,9%)
Synonyme:
Morillon, Feinburgunder (innerstaatlich bis 1999 gestattet)

Herkunft/Verbreitung:

Angeblich von Kreuzrittern nach Frankreich gebracht, von den Benediktinern in Burgund verbreitet. Heute fast auf der ganzen Welt anzutreffen.
In Österreich (vor allem in der Steiermark als Morillon) seit längerem beheimatet. Geringe Anbauflächen, aber von wachsender Bedeutung, insbesondere im oberen Qualitätssegment. Bis jetzt konnte als Kreuzungsteil nur der Pinot blanc ausgemacht werden.

Charakteristik:
Mittelreif; stellt keine allzu große Ansprüche an den Boden, bringt beste Ergebnisse aber nur in guten Lagen (warm, nicht zu heiß, nicht zu kalkhaltig).

Wein:
Im Duft an Weißbrot, Dörrfrüchte und Südfrüchte erinnernd, ergibt er sehr kräftige, extraktreiche Weine, die auch bei hoher Reife noch eine angenehme Säure besitzen; er gewinnt mit zunehmender Flaschenreife noch an Niveau.
In der Steiermark, wo er sehr frische, zartblumige Weine liefert, wird er als Morillon kultiviert. Er wird aber auch zunehmend in Niederösterreich, Burgenland und Wien angebaut.

 

Traminer (0,8%)
Synonyme: Gewürztraminer

Herkunft/Verbreitung:

Unterschiedliche Spekulationen über die Herkunft (Ägypten, Griechenland, Italien), der Name dürfte von dem südtiroler Ort Tramin stammen.
In Österreich größte Verbreitung im Burgenland, Thermenregion und Steiermark.

Charakteristik:
Mittelreif; hohe Ansprüche an Boden und Lage. Geringe Kalkverträglichkeit, empfindlich gegen Frost.

Wein:
Intensive grüngelbe bis goldgelbe Farbe , manchmal mit leicht rötlichem Schimmer. Duft und Aroma stark ausgeprägt, Rosenduft.
Beste Qualität erreicht er in hohen Prädikatsweinstufen.

 

Bouvier (0,8%)
Synonyme: keine

Herkunft/Verbreitung:

Ursprünglich aus der französischen Schweiz; 1900 vom Österreicher Clotar Bouvier (nahe Radkersburg/Steiermark) gezüchtet.

Charakteristik:
Frühreif; geringe Ansprüch an die Lage, bevorzugt tiefgründige Böden, geringer Ertrag, frühreif, bringt hohe Mostgewichte, wenig anfällig gegen Botrytis

Wein:
Goldgelb, meist betonter Muskatduft, mild, vollmundig, häufig mit leichter Restsüße. In Österreich finden sich die besten Bouviers im Prädikatswein-Bereich (insbesondere Beerenauslesen, Eisweine etc.)

 

Ruländer (0,7%)
Synonyme: Grauer Burgunder, Pinot gris

Herkunft/Verbreitung:

Aus dem Burgund. Im 14. Jh. durch Zisterziensermönche nach Österreich gebracht. Größte Verbreitung im nördlichen Burgendland.

Charakteristik:
Mittelreif, benötigt tiefgründige, nährstoffreiche Böden mit guter Wasserversorgung. Verlangt gute Lagen. Mittelfrühe Reife. Lese meist anfangs Oktober.

Wein:
Intensiv goldgelbe Farbe, delikates Sortenbukett, Honigton, kann hohe Alkoholwerte erreichen.

 

Zierfandler (0,5%)
Synonyme: Spätrot

Herkunft/Verbreitung:

Wahrscheinlich aus Niederösterreich stammend. Fast ausschließlich in der Thermenregion. Begründete zusammen mit dem Rotgipfler den Ruhm des Weinortes Gumpoldskirchen. Nur für NÖ., Bgld. und Wien klassifiziert.

Charakteristik:
Spätreif; stellt keine hohen Ansprüche an den Boden, jedoch an die Lage. Empfindlich gegen Winterfröste, ansonsten genügsam. Mittlerer, unregelmäßiger Ertrag. Spätreifend.

Wein:
Goldgelb. Ausgeprägtes Fruchtbukett, würzig, extrakt- und alkoholreich. Wird meist mit Restsüße hergestellt.

 

Roter Veltliner (0,5%)
Synonyme: Keine

Herkunft/Verbreitung:

Alte Sorte, Herkunft nicht eindeutig feststellbar (eventuell aus Niederösterreich). Vorwiegend im Kremstal und Donauland. Nur für die Steiermark klassifiziert.

Charakteristik:
Spätreif; mittlere Ansprüche an den Boden, hohe Ansprüche an die Lage (warme, südliche Hanglagen). Empfindlich gegenüber Winter- und Spätfrösten. Stark schwankender Ertrag. Spätreifend.

Wein:
Grünlich-gelb, fruchtig-duftig, feinwürziges Aroma, säurebetont.

 

Sauvignon blanc (0,3%)
Synonyme: Muskat-Sylvaner (innerstaatlich bis 1999 gestattet)

Herkunft/Verbreitung:

Aus dem Süden Frankreichs, seit der ersten Hälfte des 18. Jh. urkundlich nachweisbar. Vor allem in der Steiermark verbreitet.

Charakteristik:
spätreif; Hohe Ansprüche an den Standort, gedeiht auf fruchtbaren, nicht zu trockenen Böden. Hohe Luftfeuchtigkeit ist wichtig. Mittelhoher, unregelmäßiger Ertrag. Empfindlich gegen Winterfröste.

Wein:
Ihre paprizierte Würze wird bei hoher Reife von Aromen nach Spargel, Holunder und Cassis abgelöst. Sehr frisch und anregend bei rassiger Säurestruktur ist der Sauvignon ein eleganter, fruchtiger Wein von unverwechselbarem Charakter, der auch mittelfristig lagerfähig ist.

 

Muskateller (0,2%)
Synonyme: Gelber Muskateller

Herkunft/Verbreitung:

Vermutlich Vorderasien. Eine der ältesten Rebsorten der Welt. Seit 1400 in der Wachau urkundlich nachgewiesen.
Außerdem in der Steiermark und im Burgenland.

Charakteristik:
spätreif; Hohe Ansprüche an die Lage, spätreifend, fast für alle Böden geeignet (außer Kalk), fäulnisanfällig, empfindlich gegenüber Frost und Pilzbefall, geringe Lagerfähigkeit.

Wein:
Grünlich-gelb bzw. goldgelb (BA und TBA). Ausgeprägtes Muskatbukett. Fruchtig und säurebetont, bewahrt Typizität bis in hohe Prädikatweinstufen.

 

Sylvaner (0,1%)
Synonyme: Grüner Sylvaner

Herkunft/Verbreitung:

Natürliche Kreuzung von Traminer x Österreichisch Weiß. 1665 erstmals in der Zisterzienserabteil Ebrach (D) erwähnt. Um 1700 in Heilbronn nachweisbar. Anbau in Österreich geht zurück, heute fast nur noch in Niederösterreich anzutreffen.

Charakteristik:
spätreif; Braucht fruchtbare Böden mit guter Nährstoff- und Wasserversorgung sowie gute Hanglagen. Gegen Winterfröste und Botrytis anfällig.

Wein:
Grünlich-gelb, mild und feinfruchtig.

Die restlichen, megenmäßig eher unbedeutenden weißen Rebsorten sind:

Furmint, Jubiläumsrebe (Bl. Portugieser x Frühroter Veltliner), Rotgipfer (Traminer x Roter Veltliner), Scheurebe (auch Sämling 88 genannt), Goldburger (Welschriesling x Orangentraube), Bianca (Sämling x Bouvier)

 

 

Rotweinsorten:

Blauer Zweigelt (7,9%)
Synonyme: Rotburger, Zweigeltrebe, Zweigelt

Herkunft/Verbreitung:

Neuzüchtung der Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg aus dem Jahr 1922. Kreuzung aus St. Laurent x Blaufränkisch. Österreichs wichtigste Rotweinsorte.
Anbau konzentriert sich auf das Burgenland und Niederösterreich.

Charakteristik:

mittelreif; Genügsam hinsichtlich des Bodens, benötigt frühe bzw. mittelfrühe Lagen. Regelmäßiger hoher Ertrag. Gute Qualität wird nur bei entsprechender Ertragsreduktion erzielt.

Wein:

Als Jungwein besitzt der Zweigelt ein ausgeprägt fruchtiges Bukett, das mit der Reife runder und feiner wird. Die Qualitäten reichen vom jung zu trinkenden, leichten Tischwein bis zu kraftvollen Lagerweinen.
Die solide Zweigeltrebe vermag in allen heimischen Rotweingegenden gute Resultate zu erzielen und gilt daher zurecht als die österreichische Rotweinhoffnung.

Blaufränkisch (5,3%)

Synonyme: Lemberger, Limberger, Kekfrankos

Herkunft/Verbreitung:

Herkunft unbekannt, vermutlich alte österreichische Sorte. 94 Prozent der Anbaufläche sind im Burgenland.

Charakteristik:
spätreif; Mittlere Ansprüche an den Boden, unbedingt südliche, windgeschützte Hanglagen. Spätreifend. Geringe Fäulnisanfälligkeit.

Wein:
Diese österreichische Spezialität liefert einen in der Jugend ungestümen, tieffruchtigen Rotwein, der durch die Lagerung samtiger und geschmeidiger wird und zusätzliche Facetten gewinnt.

 

 

Blauer Portugieser (5,2%)
Synonyme: Portugieser

Herkunft/Verbreitung:

Alte österreichische Rebsorte, im 18. Jh. erstmals ausgepflanzt.
Früher die meistangebaute Rotweinsorte, jetzt vom Zweigelt verdrängt. 96% der Anbaufläche sind in Niederösterreich.

Charakteristik:
frühreif; Geringe Ansprüche an Boden und Lage. Winterfrostempfindlich und oidiumsanfällig. Hoher regelmäßiger Ertrag.

Wein:
Sollte im allgemeinen jung getrunken werden. Speziell in der Thermenregion können in guten Jahren milde und fruchtige Rotweine mit weichem Tannin und angenehmen Veilchenduft gewonnen werden.
Auch auf den Weinviertler "Rotweininseln" (Nord-Ost und Ost) gedeihen traubige und harmonische Portugieser.

 

Sankt Laurent (0,8%)
Synonyme: Keine

Herkunft/Verbreitung:

Ursprung in Frankreich Vor allem in Niederösterreich (2/3) und im Burgenland (1/3). Anbau in Österreich rückläufig.

Charakteristik:
mittelreif; Liebt leichte und kalkhältige Böden, ansonsten eher anspruchslos. Gedeiht v.a. auf frühen und mittelfrühen Lagen. Empfindlich gegen Spätfröste. Unsicher im Ertrag.

Wein:
Kräftige, dunkelrote Farbe, Bukett von frischen Weichseln, herb, gerbstoffhaltig, extraktreich.

 

Blauer Wildbacher (0,8%)
Synonyme: Keine

Herkunft/Verbreitung:

"Schilcher" ist eine spezielle Bezeichnung eines Roséweins, der aus der Sorte Blauer Wildbacher gewonnen wird. Ist nur für die Steiermark klassifiziert. Alte österreichische Rebsorte, vermutlich aus keltischer Zeit.
Seit dem 16. Jh. urkundlich nachgewiesen. Fast ausschließlich in der Weststeiermark, bis 600 Meter Seehöhe.

Charakteristik:
spätreifend; Keine besondere Ansprüche an den Boden, wegen Fäulnisanfälligkeit braucht er warme, luftige Lagen. Mittlerer, unsicherer Ertrag.

Wein:
Zwiebelfarben bis rubin, markante, kräftige Säure. Frisch im Geschmack.

 

Blauer Burgunder (0,7%)
Synonyme: Pinot noir, Blauburgunder, Blauer Spätburgunder, Schwarzer Zapfen

Herkunft/Verbreitung:

Aus dem Burgund stammend, im 4. Jh. n. Chr. von den Römern kultiviert und verbreitet. Zwei Drittel in Niederösterreich, der Rest v.a. im Burgenland.

Charakteristik:
mittelreifend; Hohe Ansprüche an Klima, Boden und Lage. Warme fruchtbare, tiefgründige, kalkhältige Böden, ausreichende Feuchtigkeit. Warme, windoffene und flache Hanglagen.

Wein:
Rubinrot, fruchtig, an Bittermandel erinnernder Burgunderton, vollmundig, samtig. Hochwertiger Rotwein, lange lagerfähig.

Die restlichen, megenmäßig eher unbedeutenden roten Rebsorten sind:

Syrah, Kardaka, Cabernet Frank, Cabernet Sauvignon (Cabernet Frank x Sauvignon blanc), Merlot, Rathay (Blauburger x Blaufränkisch), Seifert, Roesler (Zweigelt x Blaufränkisch)

 

  Weinkellerei Josef Cembran, Kellergasse 6, 4020 Linz  |  Tel:+43(0)732 / 651 692  |  E-Mail: wein[at]cembran[.]at


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